Überblick & Rolle
HR-Administration ist die systemweite Verwaltung aller personenbezogenen Daten und Arbeitszeitprozesse — abteilungsübergreifend. Während Abteilungsleiter ihre Schichten planen, sorgst du dafür, dass alles drumherum sauber läuft: Stammdaten, Urlaube, Krank-Meldungen, Arbeitszeitkonten und die Monatsauswertung.
Was dich als HR von anderen Rollen unterscheidet
Du siehst alle Mitarbeiter aller Abteilungen. Du kannst Abwesenheiten für jede Person anlegen, Korrekturen genehmigen, Stammdaten bearbeiten und Reports ziehen. Was du nicht machst: Accounts und Geräte konfigurieren — das ist dem Admin vorbehalten.
Deine Hauptverantwortungen
Im Tagesgeschäft dreht sich deine Arbeit um vier Achsen: Personal-Lifecycle (Einstellung, Austritt, Vertragswechsel), Abwesenheiten (Urlaub, Krank, Sonderurlaub), Zeiterfassungs-Korrekturen (vergessene Ausstempelungen, fehlerhafte Buchungen), und Reporting (Monatsauswertungen, Überstunden, Stundenkonten). Dazu kommen wiederkehrende Aufgaben wie Feiertage pflegen und Lohnlaufvorbereitung.
Das Dashboard
Dein Startpunkt unter /admin/dashboard. Zeigt dir alles, was heute Aufmerksamkeit braucht — in Karten angeordnet, priorisiert nach Dringlichkeit.
Die KPI-Leiste oben
Sechs bis acht Kacheln mit den wichtigsten Zahlen des Tages: wer ist grad eingecheckt, wie viele offene Anträge gibt's, wie viele Kennzeichnungen warten auf Bearbeitung. Kacheln mit Zahlen > 0 sind farblich hervorgehoben — dort liegt Handlungsbedarf.
Die Karten-Sektion
Darunter detailliertere Karten: Dringendes (alte offene Buchungen, fehlende Einstempelungen, nicht-Erschienene), Offene Anträge (Abwesenheiten + Korrekturen + Überstunden gemischt), Kennzeichnungen. Jede Zeile ist klickbar und führt direkt zum Bearbeitungsdialog.
Wochenende-Besonderheit
Am Montag siehst du oft einen Schwall von Wochenend-Einträgen: automatisch ausgestempelte Schichten vom Freitag/Samstag, Krankmeldungen vom Sonntag, Korrekturanfragen, die Mitarbeiter übers Wochenende gestellt haben. Plan eine halbe Stunde extra ein, um das aufzuarbeiten.
Mitarbeiter-Stammdaten
Unter /admin/employees findest du alle Mitarbeiter. Ein Klick auf einen Namen öffnet die komplette Personalakte.
Die Stammdaten-Seite
Fünf Bereiche pro Mitarbeiter: Grunddaten (Name, Geburtsdatum, Personalnummer, Anstellungstyp, PIN), Kontakt (E-Mail, Telefon, Adresse), Anstellung (Eintrittsdatum, Austrittsdatum, Wochensoll, Urlaubstage), Abteilungs-Zuordnung (welche Abteilungen, ab wann, bis wann), Arbeitszeitregeln (max. Tagesarbeitszeit, Splitdienst-Erlaubnis, Mindestruhezeit).
Neuen Mitarbeiter anlegen
Import via Excel
Unter /admin/employees/import findest du die Massen-Anlage. Vorlage herunterladen, ausfüllen, hochladen — das System prüft alle Zeilen, zeigt Fehler zeilenweise und legt nur die korrekten an. Keine Abteilungs-Zuordnung und keine Anstellungsdaten im Import — die musst du nachträglich manuell oder in einem zweiten Import ergänzen.
Anstellungen & Austritt
Die Anstellung ist das Bindeglied zwischen Person und Vertragsbedingungen — sie definiert Wochensoll, Urlaubsanspruch und Gültigkeitszeitraum.
Mehrere Anstellungen zeitlich hintereinander
Wenn sich Vertragsbedingungen ändern (z.B. Azubi wird Angestellter, Teilzeit auf Vollzeit, Stundensoll-Änderung), legst du eine neue Anstellung mit dem neuen Gültigkeitsbeginn an. Die vorherige endet automatisch am Vortag. Das System rechnet dann für jeden Zeitraum mit den passenden Werten.
Austrittsdatum setzen
Einfach im Mitarbeiter-Profil unter „Anstellung" das Feld Austrittsdatum setzen. Ab diesem Datum:
- Der MA kann nicht mehr einstempeln
- Er taucht nicht mehr in neuen Dienstplan-Wochen auf
- Bereits geplante Schichten nach dem Austritt werden visuell markiert (rotes „Austritt"-Badge), damit Abteilungsleiter sie entfernen können
- In Reports erscheint er weiterhin für Zeiträume, in denen er angestellt war
Wochensoll & Urlaubsanspruch
Beides pro Anstellung: das Wochensoll (in Stunden, z.B. 40,00) ist die Basis für die Arbeitszeitkonto-Berechnung. Der Urlaubsanspruch wird jährlich auf das Urlaubskonto gebucht — bei unterjährigem Ein-/Austritt anteilig.
Arbeitszeit-Regeln
Individuelle Abweichungen vom Standard: maximale Tagesarbeitszeit, Mindestruhezeit, Splitdienst-Erlaubnis, Maximaltage-am-Stück. Nur setzen, wenn vom Standard abgewichen werden muss.
Wann Arbeitszeit-Regeln überschreiben
Die meisten MA brauchen keine individuellen Regeln — Standard gilt. Abweichungen sind sinnvoll bei: Azubis (strengere Jugendschutz-Parameter), Minijobbern (reduzierte Max-Tagesarbeitszeit), Mitarbeitern mit medizinischer Auflage (kürzere Schichten, feste Ruhezeiten), Splitdienst-Fähigen in Gastro (Frontoffice/Bar).
Splitdienst freischalten
Schalter „Splitdienst erlaubt" im Abschnitt Arbeitszeit-Regeln aktivieren. Damit erscheint im Dienstplan-Popover die Option „+ Splitdienst-Block" und der Abteilungsleiter kann zwei Schichtblöcke pro Tag planen.
Wirkungsweise der Werte
Die Werte werden vom Konflikt-Checker im Dienstplan geprüft. Überschreitungen werden je nach Einstellung entweder als Warnung angezeigt oder als Blocker die Planung verhindern — das steuert der Admin unter Einstellungen → Dienstplan.
Abwesenheit erfassen
Unter /admin/absences verwaltest du alle Abwesenheiten. Mitarbeiter können selbst Urlaub beantragen — du kannst aber auch direkt als HR erfassen, z.B. für Krankmeldungen, die telefonisch reinkommen.
Einzel-Abwesenheit anlegen
Konfliktprüfung
Bevor gespeichert wird, prüft das System: Überlappt die Abwesenheit mit einer bereits genehmigten anderen? Gibt es geplante Schichten im Zeitraum? Reicht das Urlaubskonto aus? Bei harten Konflikten bricht die Anlage ab mit konkreter Fehlermeldung. Bei weichen Warnungen (z.B. „noch 3 Urlaubstage übrig, Antrag will 5") kannst du trotzdem speichern.
Auswirkung auf den Dienstplan
Sobald eine Abwesenheit genehmigt ist, erscheint sie im Dienstplan der betroffenen Abteilung als farbige Überlagerung (rot=Krank, orange=Urlaub, lila=Sonderurlaub). Geplante Schichten im Abwesenheitszeitraum werden markiert — der Abteilungsleiter muss sie entfernen oder umplanen.
Sammel-Abwesenheit
Für Fälle, in denen mehrere Mitarbeiter gleichzeitig abwesend sind — Betriebsausflug, Hotelschließung, Brückentag-Anordnung. Unter /admin/absences/bulk.
Wann sinnvoll
Typische Anwendungsfälle: Der Betrieb schließt für Renovierung eine Woche, das Hotel macht Betriebsferien, die komplette Küchenmannschaft geht auf Firmenevent. Statt 20 Einzelabwesenheiten anzulegen, setzt du einen Bulk-Eintrag ab.
Anträge genehmigen
Mitarbeiter beantragen Urlaub über ihre App. Als HR moderierst du die Anträge — je nach Unternehmenspolitik allein oder zusammen mit dem jeweiligen Abteilungsleiter.
Die Antragsliste
Unter /admin/absences/pending siehst du alle offenen Anträge. Pro Zeile: Antragsteller, Typ, Zeitraum, Antragsdatum. Ein Klick öffnet die Detailansicht mit Konfliktanalyse.
Detailansicht
In der Detailansicht siehst du: verbleibender Urlaubsanspruch nach Genehmigung, bereits geplante Schichten im Zeitraum, Überlappungen mit anderen Anträgen im Team (Abteilungs-Kollegen mit Urlaub im selben Zeitraum), optionale Notiz des Antragstellers.
Stornierung bereits genehmigter Anträge
Wenn der MA nach Genehmigung seinen Urlaub storniert: Abwesenheit in der Detailansicht öffnen, Button „Stornieren". Der Urlaubstag wird zurück aufs Konto gebucht. Achtung: bereits entfernte Schichten kommen nicht automatisch zurück, der Abteilungsleiter muss sie neu planen.
Abwesenheitstypen
Jeder Typ hat eigene Regeln: manche verbrauchen Urlaubstage, andere nicht; manche wirken aufs Arbeitszeitkonto, andere nicht; manche dürfen rückwirkend angelegt werden, andere nur zukünftig.
TuroTime unterscheidet sieben Abwesenheits-Typen:
| Typ | Urlaubskonto | Arbeitszeitkonto | Rückwirkend? |
|---|---|---|---|
| Urlaub (vacation) | Abzug | Wird als Sollerfüllung gewertet | Nur mit Begründung |
| Krank (sick) | Kein Abzug | Sollerfüllung | Ja |
| Sonderurlaub (special_leave) | Kein Abzug | Sollerfüllung (abhängig vom Anlass) | Ja |
| Unbezahlter Urlaub (unpaid_leave) | Kein Abzug | Kein Sollerfüllung — Minusstunden | Selten sinnvoll |
| Freizeitausgleich (comp_time) | Kein Abzug | Sollerfüllung; wird vom Überstundenkonto abgezogen | Ja |
| Berufsschule (school) | Kein Abzug | Sollerfüllung (nur Azubis) | Ja |
| Unentschuldigt (unexcused) | Kein Abzug | Keine Gutschrift — fehlende Stunden bleiben Minus | Entsteht aus Flag-Bewertung |
Urlaub umwandeln
In seltenen Fällen muss Urlaub nachträglich in Freizeitausgleich oder Unbezahlt umgebucht werden — z.B. wenn das Urlaubskonto überraschend ins Minus geraten ist. In der Detailansicht einer genehmigten Abwesenheit: Button „Umwandeln in…" → Ziel-Typ wählen → bestätigen.
Schultage bei Azubis
Für Azubis gibt es den Abwesenheits-Typ Berufsschule. Er wird zusätzlich im Berufsschulplan gepflegt (Stammdaten → Azubi-Details), damit wiederkehrende Schultage automatisch angelegt werden. Schultage erscheinen im Dienstplan mit Schule-Badge, blockieren keine Schicht-Planung und zählen als Sollerfüllung.
Unentschuldigtes Fehlen
Diesen Typ legst du in der Regel nicht manuell an. Er entsteht automatisch, wenn du im Dashboard-Flag „Nicht erschienen" auf Als unentschuldigt bewerten klickst (siehe § 15). Der betroffene Tag bleibt Minus im Arbeitszeitkonto, das Urlaubskonto bleibt unverändert. Faustregel: Unentschuldigt ist die richtige Bewertung, wenn der MA weder gearbeitet hat noch krank/beurlaubt war und sich nicht gemeldet hat.
Korrekturanfragen
Wenn sich ein Mitarbeiter bei der Zeiterfassung vertut — vergessene Ausstempelung, falsche Uhrzeit, Check-in an falschem Tablet — kann er eine Korrekturanfrage stellen. Du entscheidest, ob sie gerechtfertigt ist.
Die fünf Korrekturtypen
- Fehlende Einstempelung (missing_checkin)
- Der MA war anwesend, hat aber vergessen einzustempeln. Er gibt die tatsächliche Ankunftszeit an — du prüfst und genehmigst.
- Fehlende Ausstempelung (missing_checkout)
- Häufigster Fall. Der MA hat beim Gehen nicht ausgestempelt. Überschreitet die laufende Buchung die eingestellte Maximaldauer (Default 720 Minuten = 12 Stunden), schließt das System die Buchung automatisch ab und setzt ein Flag „Auto-Checkout" — der MA stellt dann eine Korrektur, die nur die End-Zeit betrifft.
- Falsche Zeit (wrong_time)
- Die gestempelte Zeit ist nachweislich falsch, z.B. weil die Tabletuhr nicht synchron war. Der MA schlägt die richtige Zeit vor.
- Eintrag hinzufügen (add_entry)
- Kompletter Eintrag mit Start und Ende — für Tage, an denen das Stempeln komplett nicht funktioniert hat (z.B. Tablet offline, MA an anderem Standort).
- Eintrag löschen (delete_entry)
- Eine Buchung wurde versehentlich angelegt (doppelt eingestempelt, falscher Tag). Der MA bittet um Löschung.
Korrektur prüfen und genehmigen
/admin/corrections) die Anfrage öffnenNachträgliche Buchungen
Manchmal musst du als HR direkt eine Buchung anlegen — ohne dass der MA vorher eine Korrektur beantragt hat. Das geht über die Mitarbeiter-Detailseite im Tab „Buchungen".
Wann nachträglich buchen
Beispiele: Der MA war nachweislich da, konnte aber nicht stempeln (Tablet defekt, Außeneinsatz); Lohnlauf-Vorbereitung zeigt eine Lücke, die nicht anders erklärbar ist; der Abteilungsleiter hat telefonisch bestätigt, dass eine Schicht stattgefunden hat und die Buchung fehlt.
Workflow
Mitarbeiter öffnen → Tab „Buchungen" → Datum wählen → „Buchung hinzufügen". Pflichtfelder: Check-in-Zeit, Check-out-Zeit, Pause. Optional: Notiz, Quelle (wird als „Admin" markiert, damit in Reports erkennbar).
Arbeitszeitkonten
Pro Mitarbeiter und Monat: Soll, Ist, Differenz, kumulierter Saldo. Unter /admin/work-accounts die Übersicht, Detailansicht pro MA.
Die Monatsübersicht
Tabelle mit allen aktiven MA des gewählten Monats: Soll-Stunden, Ist-Stunden, Differenz (grün wenn positiv, rot wenn negativ), kumulierter Saldo aus Vormonaten. Sortierbar und filterbar nach Abteilung.
Detailansicht pro MA
Ein Klick auf einen Namen öffnet die Monatsaufstellung Tag für Tag: pro Tag Soll, Ist, Differenz; unten die Monatssumme und der fortgeführte Saldo. Einzelne Tage sind klickbar und zeigen die zugrundeliegenden Buchungen.
Was ins Arbeitszeitkonto fließt
- Ist: tatsächliche Netto-Arbeitszeit aus den Buchungen
- Soll: aus Wochensoll der aktuellen Anstellung, proportional auf Arbeitstage verteilt. Bei 40h/5-Tage-Woche = 8h pro Arbeitstag
- Ausgleich: Urlaub, Krank, Sonderurlaub werden als Soll-Erfüllung gewertet (Ist = Soll für diese Tage). Unbezahlter Urlaub nicht → Minusstunden
- Freizeitausgleich: wird als Soll-Erfüllung UND Abzug vom Überstundenkonto gewertet
Monatsabschluss
Am Monatsende: Abschluss-Prüfung. Alle offenen Korrekturen sollten bearbeitet sein, alle Abwesenheits-Anträge bis einschließlich dieses Monats entschieden. Erst dann ist der Monat bereit für den Lohnlauf.
Überstunden
Überstunden können pro Monat gesammelt und als Antrag eingereicht werden. Als HR entscheidest du über Anerkennung und Auszahlung/Ausgleich.
Wie Überstunden entstehen
Sobald das Arbeitszeitkonto eines Monats im Plus ist, sind diese Mehrstunden automatisch im Saldo. Das ist erst mal nur eine Zahl — keine automatische „Überstunde". Der MA muss sie aktiv beantragen, wenn er sie als Überstunden anerkannt haben will (für Auszahlung oder Freizeitausgleich).
Überstunden-Anträge prüfen
Unter /admin/overtime. Pro Antrag: MA, Monat, Brutto-Plusstunden, Netto-Plusstunden nach Abzug bereits gewährter Ausgleiche, Begründung.
Einstellungen unter Überstunden → Einstellungen
Pro Mandant konfigurierbar: Soll-Toleranz vor Antrag nötig, maximale automatische Genehmigung, Verfallsfrist (wann verfallen nicht beantragte Plusstunden). Frag den Admin, wenn Werte angepasst werden müssen.
Kennzeichnungen
Das System markiert auffällige Situationen automatisch mit „Kennzeichnungen" (Flags). Unter /admin/flags siehst du alle offenen.
Die neun Flag-Typen
- Zu früh eingeloggt (early_checkin)
- MA hat vor dem geplanten Dienstbeginn eingestempelt. Prüfen: Planungsfehler oder absichtlicher Früh-Einsatz?
- Zu früh ausgeloggt (early_checkout)
- MA ist vor dem geplanten Ende gegangen. Fehlzeit oder krank geworden?
- Auffällige Buchung (suspicious)
- System erkennt untypische Muster (extreme Abweichung vom Planwert, Doppelt-Buchung).
- Prüfung erforderlich (review_required)
- Manuell vom Abteilungsleiter gesetzt. Begleitnotiz im Flag.
- Auto-Checkout (auto_checkout)
- Der MA hat vergessen auszustempeln, das System hat zur eingestellten Auto-Checkout-Uhrzeit (siehe Einstellungen) automatisch abgeschlossen. Häufigster Flag.
- Hinweis (custom_note)
- Freitext-Kennzeichnung. Kein Handlungszwang.
- Nicht erschienen (no_show)
- Geplante Schicht, aber keine Einstempelung und keine Abwesenheit. Kritisch — nachfragen.
- Fehlende Buchung (missing_booking)
- Tag mit Schicht und gestempelter Anwesenheit, aber unvollständig (z.B. kein Check-out).
- Keine Pause >6h (no_break)
- Arbeitstag über 6 Stunden ohne gebuchte Pause — gesetzlich vorgeschrieben ist eine Pause.
Flag bearbeiten
Ein Klick öffnet die Detailansicht. Je nach Flag stehen dir fünf Bewertungen zur Verfügung:
- Als krank bewerten — legt automatisch eine Krank-Abwesenheit für den Tag an.
- Als vergessenes Einstempeln bewerten — eröffnet die Korrektur-Maske mit den passenden Zeiten.
- Als Dienstplan-Fehler bewerten — der MA war da, aber die Schicht war falsch eingeplant. Kein Minus.
- Als Urlaub bewerten — wenn nachträglich klar ist, dass es ein Urlaubstag sein sollte.
- Als unentschuldigt bewerten — der MA war ohne Angabe nicht da. Das Flag endet im Status assessed_unexcused, der Tag bleibt Minus.
Zusätzlich: Ignorieren (Flag als erledigt markieren, ohne Änderung an der Buchung), Notiz hinzufügen (Prüfung dokumentieren).
Reports & Auswertungen
Mehrere Standard-Reports unter /admin/reports. Jeder ist filterbar nach Zeitraum, Abteilung, Mitarbeiter und als CSV exportierbar (öffnet sich in Excel direkt). Die wichtigsten Reports haben zusätzlich einen PDF-Export für Druck und Archivierung.
Monatsübersicht
Pro MA für einen Monat: Soll, Ist, Differenz, Urlaubstage genommen, Krank-Tage, Überstunden-Saldo. Der wichtigste Report für Lohnlauf und Controlling.
Tagesübersicht
Ein Tag, alle MA einer oder mehrerer Abteilungen: Kommt-Zeit, Geht-Zeit, Pausen, Nettostunden. Gut für Ad-hoc-Checks („Wer war gestern im Frühdienst?").
Pausenauswertung
Pro MA: Wie oft wurde Pause gemacht? Wie lang im Schnitt? Auffälligkeiten: Tage ohne Pause trotz langer Schicht, sehr kurze Pausen. Relevant für gesetzliche Einhaltung.
Buchungsquellen
Statistik: wie viele Buchungen kamen vom Tablet, vom Handy, vom Terminal, per Admin-Eingriff? Zeigt, welche Stempelwege genutzt werden. Viele Admin-Eingriffe = Schulungs-Bedarf oder technisches Problem.
Abteilungsstatistik
Pro Abteilung: Gesamtstunden, Durchschnittsstunden pro MA, Abwesenheitsquoten, Überstunden-Entwicklung. Für Geschäftsführungs-Meetings.
Fehlzeiten & Lücken
Tage mit Flags, Tage ohne Buchung aber mit Schicht, unvollständige Buchungen. Die Aufräum-Liste für den Monats-Abschluss.
DATEV-Export
Drei Varianten für die Übergabe an die Lohnbuchhaltung: DATEV Classic (Stunden je Lohnart, CSV für den Steuerberater), DATEV LODAS (Format für den Lohn-Service LODAS), DATEV-Übersicht (Vorschau vor dem eigentlichen Export). Beraternummer und Mandantennummer müssen einmalig in den Einstellungen gepflegt sein — das macht der Admin.
Monatsbericht als PDF
Der Monatsbericht hat zusätzlich einen PDF-Export für den Lohnlauf-Ordner oder als Anhang an Gehaltsabrechnungen. Button „PDF" oben rechts in der Monatsübersicht eines einzelnen Mitarbeiters.
Dienstplan als HR
Als HR hast du Lese-Zugriff auf alle Dienstpläne, kannst aber in der Regel nicht selbst planen — das ist Abteilungsleiter-Sache. In Ausnahmen (Vertretung, Fehlerbehebung) kann dir der Admin Bearbeitungsrechte geben.
Was du im Dienstplan tun solltest
Abgleich mit Abwesenheiten: sind alle genehmigten Urlaube im Plan korrekt als Fehlzeit markiert? Überprüfung der Gesamt-Auslastung: wieviel Personal pro Tag in jeder Abteilung? Kontrolle auf Konflikte: werden Ruhezeit-Warnungen ignoriert oder blockieren sie?
Was nicht deine Aufgabe ist
Schichten einzeln planen, Dienste zuweisen, Vorlagen anlegen. Das ist operative Abteilungsarbeit. Greif nur ein, wenn der zuständige Abteilungsleiter nicht erreichbar ist und akute Probleme zu lösen sind.
Schichttausch-Übersicht
Mitarbeiter dürfen ihre Schichten eigenständig untereinander tauschen. Als HR hast du Einblick in alle Tausche und kannst bei Bedarf moderieren.
Die Tausch-Übersicht
Unter /admin/shift-swaps: alle Tausche — angefragte, akzeptierte, abgelehnte, abgelaufene. Filter nach Abteilung, Status, Zeitraum.
Wann musst du eingreifen?
Das System filtert automatisch: nur Tausche zwischen derselben Abteilung, nur gleicher Mitarbeiter-Typ (Angestellte ↔ Angestellte, Azubi ↔ Azubi), nur konfliktfreie Tausche. Der Abteilungsleiter bekommt den Tausch zur Genehmigung vorgelegt. Du greifst nur ein bei Missbrauch-Verdacht (zu viele Tausche einer Person) oder wenn Abteilungsleiter nicht verfügbar ist.
Soft-Limit für Tausche
In den Einstellungen konfigurierbar: Max. Tausche pro MA pro Monat (z.B. 3). Wird es überschritten, erscheint eine Warnung — aber der Tausch ist weiterhin möglich. Sinn: verhindert, dass Mitarbeiter den Dienstplan via Tausch praktisch neu schreiben.
Wunschdienste & Wunschfrei
Mitarbeiter können für zukünftige Wochen Wünsche hinterlegen: bestimmter Tag frei, bestimmte Schicht gewünscht, Wochenende geblockt. Der Abteilungsleiter sieht die Wünsche bei der Planung und kann sie berücksichtigen — ohne Zusage.
Die HR-Übersicht
Unter /admin/wishes siehst du alle aktiven Wünsche aller Mitarbeiter. Filterbar nach Abteilung, Mitarbeiter, Zeitraum und Typ (Wunschdienst/Wunschfrei). Gut für Transparenz: falls ein MA klagt, zu wenig Wunschfrei zu bekommen, kannst du quantitativ prüfen, wie viele Wünsche von ihm eigentlich eingereicht wurden und wie viele davon erfüllt wurden.
Einstellungen
Unter /admin/wishes/settings: Vorlaufzeit (wie früh muss ein Wunsch eingereicht sein?), maximale Wünsche pro Monat pro MA, Regeln für Wunsch-Kollisionen. In der Regel nur einmalig konfiguriert, dann vergisst man sie.
Azubi-Ausleihe
Wenn Azubis zwischen Abteilungen rotieren (Ausbildungsordnung), können sie von der Stamm-Abteilung an eine andere „ausgeliehen" werden — für einen Tag, eine Woche oder eine ganze Rotations-Phase. Unter /admin/apprentice-loans.
Wie es funktioniert
Die aufnehmende Abteilung stellt eine Ausleih-Anfrage für einen bestimmten Azubi und Zeitraum. Die Stamm-Abteilung (bzw. der zuständige Abteilungsleiter dort) bekommt die Anfrage zur Genehmigung. Nach Genehmigung erscheint der Azubi während des Zeitraums im Dienstplan der aufnehmenden Abteilung und kann dort eingeplant werden. Nach Ablauf wandert er automatisch zurück.
Deine HR-Sicht
In der Listenansicht siehst du alle Ausleih-Anfragen aller Abteilungen. Status-Filter: offen, genehmigt, abgelehnt, storniert. Für Ausbildungsnachweise oder Diskussionen mit IHK lässt sich so belegen, welcher Azubi wann in welcher Abteilung war.
Wann musst du als HR eingreifen?
In der Regel gar nicht — die Genehmigung läuft zwischen den beteiligten Abteilungsleitern. Du greifst ein, wenn: (1) ein Azubi ungewöhnlich oft in andere Abteilungen ausgeliehen wird und dadurch die Berufsschul-Plan-Lage unübersichtlich wird, (2) Konflikte zwischen Abteilungsleitern auftreten („Azubi war versprochen, ist aber schon woanders"), oder (3) der Ausbildungsplan eine bestimmte Reihenfolge vorschreibt, die nicht eingehalten wird.
Feiertage pflegen
Unter /admin/holidays. Typischerweise einmal im Jahr — am besten im Dezember für das Folgejahr.
Vorbefüllung pro Bundesland
Das System kennt die bundesweiten und regionalen Feiertage pro Bundesland. Beim Anlegen eines Jahres: „Vorschläge laden" → alle gesetzlichen Feiertage werden vorgeschlagen — du bestätigst oder entfernst einzelne.
Betriebliche Zusatz-Feiertage
Heiligabend, Silvester, Gründungstag des Hotels — nicht gesetzliche, aber betriebliche freie Tage. Einfach als eigenen Eintrag anlegen mit Name und Datum. Optional: als „halber Tag" markieren.
Wirkung auf Arbeitszeitkonto
Gesetzliche Feiertage zählen bei regelmäßig am Wochentag arbeitenden MA als Sollerfüllung — d.h. der MA bekommt Soll-Stunden gutgeschrieben, ohne zu arbeiten. Bei Schichtbetrieb mit regelmäßiger Feiertagsarbeit: Zuschläge werden separat berechnet (außerhalb von TuroTime).
Systemeinstellungen
Die meisten Einstellungen gehören dem Admin — ein paar Bereiche sind für HR relevant. Unter /admin/settings.
Zeiterfassungs-Einstellungen
Maximale Buchungsdauer (max_booking_duration in Minuten): nach wievielen Minuten ohne Ausstempeln schließt das System automatisch ab? Der Default ist 720 Minuten = 12 Stunden. Die Schwelle ist bewusst eine Dauer ab Check-in und kein fester Uhrzeit-Zeitpunkt — bei Schichtbetrieb (Früh/Spät/Nacht) würde ein fixer Zeitpunkt sonst laufende Nachtdienste zwangsschließen.
Mindest-Pause bei >6h: Dauer der Pflichtpause in Minuten.
Rundung beim Stempeln: auf volle Minute, 5 Min, 15 Min.
Abwesenheit-Einstellungen
Urlaubsjahr-Definition: Kalenderjahr oder 1. April – 31. März (Hotel-Üblich).
Automatische Urlaubs-Übertragung: ins nächste Jahr? Wenn ja, bis wann?
Genehmigungspflicht: Urlaub immer durch HR und Abteilungsleiter, oder nur einer von beiden?
E-Mail-Benachrichtigungen
Das System schickt automatisch Mails bei Plan-Veröffentlichung, Änderungen nach Veröffentlichung, Anträge-Entscheidungen, Schichttausch-Anfragen. Welche Trigger aktiv sind und an wen sie gehen — konfigurierbar. Bei Mail-Versand-Problemen: Admin kontaktieren, SMTP-Einstellungen sind dessen Domäne.
Audit-Log
Jede Änderung im System wird geloggt — wer hat wann was gemacht. Unter /admin/audit. Schreibgeschützt, nur Lesezugriff.
Was geloggt wird
Stammdaten-Änderungen, Abwesenheiten (Anlage, Genehmigung, Stornierung), Korrekturen (Anlage, Genehmigung), Dienstplan-Änderungen, Login-Versuche, Rollen-Änderungen, Gerätekonfiguration. Pro Eintrag: Zeitstempel, User, Aktion, Objekt, alte Werte, neue Werte.
Wann brauchst du den Audit-Log?
- Reklamationen: „Ich hatte doch zugesagt, dass..." — Audit-Log zeigt, wer wann was gesagt hat.
- Nachweis bei Prüfungen: Arbeitsrecht-Prüfungen, Zollprüfungen, Wirtschaftsprüfer. Der Log ist revisionssicher.
- Fehlersuche: „Plötzlich sind Stunden weg" — Audit-Log zeigt, ob und wer was geändert hat.
- Sicherheit: verdächtige Login-Versuche, unerwartete Rollen-Eskalation.
Praxistipps
Was sich in Hotels mit TuroTime bewährt hat.
Der Monats-Rhythmus
Wöchentlich (Montags, 30 Min): Dashboard-Check, offene Korrekturen und Anträge abarbeiten, Kennzeichnungen durchgehen.
Zur Monatsmitte: Fehlzeiten-Report prüfen, mit Abteilungsleitern absprechen bei Auffälligkeiten.
Zum Monatsende: alle offenen Anträge entscheiden, Überstunden-Anträge bearbeiten, Arbeitszeitkonten-Report ziehen, Lohnlauf vorbereiten.
Quartalsweise: Urlaubsplanung-Check (wer hat noch wieviel offen?), Abteilungsstatistik anschauen.
Jährlich: Feiertage pflegen, Jahresabschluss-Report, Urlaubsübertragung.
Mit Abteilungsleitern kommunizieren
Abteilungsleiter und HR sind Partner — keiner funktioniert ohne den anderen. Kurze, regelmäßige Rücksprachen sparen langfristig viel Arbeit. Wenn du Muster siehst (ein Team hat ungewöhnlich viele Krank-Tage, ein anderes ungewöhnlich viele Überstunden), sprich es an.
Grenzen der Automatisierung
TuroTime ist ein Werkzeug, keine Entscheidungsinstanz. Jede Genehmigung, jeder Korrektur-Eintrag ist deine Verantwortung — nicht die des Systems. Vertraue den Daten, aber prüfe Auffälligkeiten.
Glossar
HR-relevante Begriffe und was sie in TuroTime bedeuten.
- Anstellung
- Zeitlich begrenzter Vertragsdatensatz mit Wochensoll, Urlaubsanspruch und Anstellungstyp. Pro MA können mehrere Anstellungen zeitlich hintereinander existieren.
- Abteilungs-Zuordnung
- Legt fest, zu welcher Abteilung ein MA gehört. Zeitlich begrenzt (von-bis). Ein MA kann mehreren Abteilungen gleichzeitig zugeordnet sein.
- Arbeitszeitkonto
- Kumulierter Saldo aus Soll und Ist über einen Zeitraum. Im Plus = Überstunden, im Minus = Minusstunden.
- Auto-Checkout
- Automatischer Check-out, wenn ein MA vergessen hat auszustempeln. Das System schließt offene Buchungen, sobald die in den Einstellungen hinterlegte maximale Buchungsdauer (Default 720 Minuten = 12 h ab Check-in) überschritten wird. Kein fester Uhrzeit-Zeitpunkt — das wäre bei Schichtbetrieb gefährlich.
- Azubi
- Mitarbeiter-Typ mit Jugendschutz-Prüfungen, Berufsschul-Plan und spezifischen Arbeitszeit-Regeln.
- Entry-Flag (Kennzeichnung)
- Automatische oder manuelle Markierung auf einer Buchung oder Schicht. Signalisiert Handlungsbedarf oder dokumentiert Besonderheiten.
- Freizeitausgleich
- Abwesenheits-Typ: der MA nimmt Überstunden als freie Zeit. Reduziert das Überstunden-Konto.
- Konfliktprüfung
- Automatische Prüfung auf arbeitszeitrechtliche Verstöße: Ruhezeit, max. Tagesarbeitszeit, Jugendschutz, etc.
- Korrekturanfrage
- Antrag eines Mitarbeiters auf Anpassung einer bestehenden Buchung oder Neuanlage einer fehlenden.
- Mandant
- Das Unternehmen bzw. die Organisationseinheit in TuroTime. Jedes Hotel = ein eigener Mandant mit separaten Daten.
- Personalnummer
- Eindeutige Nummer pro MA im Mandanten. Vom Lohnsystem übernommen.
- PIN
- 4- oder 6-stellige Nummer zum Einstempeln am Tablet oder Terminal. Pro MA individuell.
- Rolle
- Berechtigungsstufe. Das System kennt vier Rollen mit drei Rängen: Mitarbeiter (employee, Rang 1 — nur eigene Daten), Supervisor / Abteilungsleiter (supervisor bzw. department_manager, Rang 2 — Abteilungs-Daten) und HR (hr, Rang 2 — Mandanten-weit), Admin (admin, Rang 3 — Systemkonfiguration). HR und Supervisor sind gleichrangig, unterscheiden sich aber im Scope: Supervisor sieht nur seine Abteilung, HR sieht alle.
- Urlaubsanspruch
- Jahres-Kontingent an Urlaubstagen pro MA. Aus der Anstellung abgeleitet.
- Urlaubskonto
- Lebendes Saldo: Anspruch minus genommener Urlaub. Zeigt, wieviel noch übrig ist.
- Wochensoll
- Vertraglich vereinbarte Wochen-Arbeitszeit in Stunden. Basis für das Arbeitszeitkonto.
FAQ
Die Fragen, die im Alltag immer wieder kommen.